...habe ich gerade im Austausch mit
Silmanja und meinen Mitkommentatoren dort gefunden:
Von allem nicht das Maximum anstreben sondern das Optimum finden.
Theophrastus wäre stolz auf mich.
Immerhin: Zusammen mit Sig. Fornaciari die Küche aufgeräumt. Draussen riecht die Luft nach Schnee. Inferno e paradiso dentro di me.
Manche Tage sind einfach nur für den Kübel und man ist auch noch selber Schuld daran denn man hat ganz und gar nichts auf die Reihe gekriegt. Nur Schlafen, Fernsehen und auf dem Compi rumdrücken waren heute bei mir drin. Dabei bin ich nicht enttäuscht, nicht deprimiert, nicht verletzt. Das wären aber doch die typischen Gründe für so einen Tag.
Sicher: Das Treffen vom Samstag mit dem gentleman caller verlief wohl eher nicht so günstig wie gewünscht und auch der Gelegenheitsmann schaffte es weder gestern noch heute vorbeizukommen. Aber ich blieb entspannt.
Ich bin weiter als auch schon mal. Beide Ereignisse beziehe ich nicht mehr nur auf mich. Der gentleman caller vom Samstag hatte halt nicht so viel Interesse wie gewünscht. Das kann aber viele Ursachen haben. Es muss nicht unbedingt heissen, dass ich hässlich, dick und unattraktiv bin, wie ich früher überzeugt gewesen wäre. Der Gelegenheitsmann hätte mich glaubs wirklich gerne besucht. Er liess das durchblicken, aber wie gewöhnlich verlor er nicht viele Worte darüber, warum es nicht ging. Dass er mich nicht mehr sehen mag weil ich hässlich, dick und unattraktiv bin ist aber nicht der Grund, das weiss ich inzwischen.
Ich fühle mich also trotz dieser zwei Unerfreulichkeiten relativ ausgeglichen. Trotzdem sitze ich antriebslos herum, als ob sich die schönste Depression in mir ausgebreitet hätte. Gibt es auch maskierte Depressionen?
Ich werde jetzt meine Küche aufräumen!
Viele alleinstehende Männer scheinen ein Problem mit Reibkäse zu haben. Aufgrund der kleinen Essensmengen die in ihrem Haushalt normalerweise verzehrt werden, schaffen sie es nicht, den geöffneten Beutel innert nützlicher Frist leerzubrauchen und müssen dann erleben, wie der Sbrinz, Parmesan oder Gruyère in ihrem Kühlschrank eine grünliche Farbe annimmt.
Als alleinlebende Frau ist auch mir dieses Problem nicht ganz fremd. Ich fand aber schon vor einiger Zeit die Lösung mit dem Gefriefach. Angebrochene Reibkäsepackungen friere ich ein. Es ist kein Problem, bei Bedarf die entsprechende Menge dem Paket zu entnehmen. Der Käse taut auf den heissen Speisen sofort auf. Sollte das Paket mal länger ausserhalb des Gefriefaches rumliegen und der gesamte Inhalt auftauen, macht das auch nichts. Jedenfalls machte ich noch keine schlechten Erfahrungen mit wieder eingefrorenem Reibkäse.
Schon mehr als einmal traf ich auf Junggesellen, welche alle Hoffnung aufgegeben hatten, bei sich zu Hause Reibkäse verwenden zu können. Ich konnte ihnen meine Erfahrungen und den Tipp mit dem eingefrorenem Reibkäse weitergeben und erntete dadurch grosse Dankbarkeit.