Arbeitskolleginnen und -kollegen zu haben, bei denen man sich so geben kann, wie man ist.
Das war ein tolles Teamessen heute.
Unruhig geht er im Flur auf und ab. Als ich ihn anspreche und frage wie es ihm geht, beginnt er zu weinen. Es gehe gar nicht gut. In seinem Kopf stimme es nicht mehr. Er möchte nach Hause. Ob ich über ein Fahrzeug verfüge? Wir setzen uns auf eine Bank. Er erzählt mir von seinen Brüdern. Immer wieder überlegt er, wie er nach Hause kommt. Mutter wisse ja nicht, wo er sei, sie suche ihn doch sicher. Als ich sage, seine Frau komme ihn bestimmt bald besuchen, sagt er, er habe keine Frau. "Von uns Buben ist keiner verheiratet." Sie arbeiteten immer miteinander. Gerade gestern sei er noch mit seinem Bruder Sebi im Holz gewesen. Immer hätten sie beide zusammen gearbeitet. Bis gestern. "Gestern fielen wir auseinander."
Er weint wieder. Ich frage ihn nach seinem Alter.
„70.“
„Welchen Jahrgang haben Sie denn?“
„1923. Und Sebi ist ein 22er und Franz ein 25er.“
„Haben Sie auch Schwestern?“
„Ja, aber die sind aus dem Haus. Verheiratet.“
Ich mache ihm einen Kaffee, den er dankend annimmt. Dann erzählt er mir von seinem Wohnort und fragt mich wieder, wie er dorthin zurück kommt. Er erzählt wieder von seinem Bruder Sebi mit dem er immer arbeitet. Und von Wisi und Kari, die beide sehr jung gestorben seien.
Nun kommen zwei Besucherinnen auf die Abteilung: Seine Frau und seine Tochter.