Frage (XXVII)
Was spricht dagegen, ein Kind zu haben, das man von Anfang an allein aufziehen würde?
(Ich bin nicht schwanger. Imfall.)
(Ich bin nicht schwanger. Imfall.)
acqua - 22. Dez, 22:33
46 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
monoblog (anonym) - 23. Dez, 00:21
ich weiss nicht, wie ernst du die frage meinst. ich find's total egoistisch und daneben. du gibst damit weder dem kind noch dem vater eine chance, sich kennenzulernen. wie willst du das dem kind später erklären..?
Zorra - 23. Dez, 11:40
Vielleicht ist ja künstliche anonyme Befruchtung im Spiel, da ist der Vater per se nicht vorhanden, oder?
Ansonsten sehe ich es wie Pippi, man sollte sich im Klaren sein, was es heisst alleinerziehend zu sein, wobei man sich das wohl nicht ganz vorstellen kann, wenn man es nicht erlebt.
Ansonsten sehe ich es wie Pippi, man sollte sich im Klaren sein, was es heisst alleinerziehend zu sein, wobei man sich das wohl nicht ganz vorstellen kann, wenn man es nicht erlebt.
acqua - 23. Dez, 17:41
Du findest es für das Kind also besser nicht gezeugt zu werden, als später seinen Vater nicht zu kennen, mono? Der Egoismus-Gedanke kommt mir ja auch immer wieder. Aber wer hat denn schon aus altruistischen Gründen Kinder?
pipistrella - 23. Dez, 00:25
eigentlich nichts, wenn du dir bewusst bist, dass du über jahre alleine 24h für das kind verantwortlich bist, dabei noch deinen lebensunterhalt verdienen solltest, dem kind und nicht zuletzt dir selber gerecht werden solltest und neben dem kind aber wenig erholungspausen für dich selber hast.
es ist schlicht und ergreifend anstrengend. frag mal die alleinerziehenden mütter, die von den vätern wenig bis nichts hören/sehen und wenig möglichkeiten haben, ihre kinder ab und zu auswärts zu geben.
es ist schlicht und ergreifend anstrengend. frag mal die alleinerziehenden mütter, die von den vätern wenig bis nichts hören/sehen und wenig möglichkeiten haben, ihre kinder ab und zu auswärts zu geben.
brigitte - 23. Dez, 13:02
ich habe zwei alleinerziehende freundinnen und bewundere die schon seit vielen jahren. seitdem ich nun selbst ein kind habe - und einen partner, der auch mit arbeitsreduktion mithilft - ist meine bewunderung unendlich grösser geworden. denn es ist auch zu zweit anstrengend.
auch ich denke, dass ein kind 'verdient' hat, seinen vater zu kennen. in der realität ist es ja aber leider schon so, dass viele kinder, die ihre väter kennen, doch herzlich wenig von ihnen haben. als bewusst alleinerziehende 'schürt' man dieses problem in meinen augen einfach zusätzlich. denn das kind wird sich früher oder später damit auseinandersetzen, wieso es keinen papi hat, oder wieso der nicht zu ihm steht, sich nicht um es kümmert.
auch ich denke, dass ein kind 'verdient' hat, seinen vater zu kennen. in der realität ist es ja aber leider schon so, dass viele kinder, die ihre väter kennen, doch herzlich wenig von ihnen haben. als bewusst alleinerziehende 'schürt' man dieses problem in meinen augen einfach zusätzlich. denn das kind wird sich früher oder später damit auseinandersetzen, wieso es keinen papi hat, oder wieso der nicht zu ihm steht, sich nicht um es kümmert.
acqua - 23. Dez, 17:45
Ich habe auch alleinerziehende Freundinnen und bekomme bei denen schon einen Eindruck, wie anstrengend das ist. Aber trotzdem würde keine von ihnen um welchen Preis auch immer ihr Kind missen wollen.
pipistrella - 23. Dez, 20:57
das glaub ich auf's wort. aber frag diese freundinnen mal, ob sie bewusst allein-erziehend sein wollten, wenn sie nochmals von vorne beginnen könnten. denn darum geht es schlussendlich.
brigitte - 23. Dez, 21:08
jetzt bist du mir grad zuvorgekommen, pippi ;-). genau das sagen meine freundinnen nämlich auch. und übrigens, beide erhalten die finanzielle unterstützung für die kinder, die ihnen gesetzlich zusteht. als bewusst alleinerziehende fehlt die dann ja auch noch. tja, das liebe geld...
schlussendlich kann dir niemand diese entscheidung abnehmen. niemand weiss, wie es genau in dir aussieht, was das beste für dich ist. ob ein kind das beste für dich wäre, wüsstest du schlussendlich auch erst, wenn du eins hättest :-).
schlussendlich kann dir niemand diese entscheidung abnehmen. niemand weiss, wie es genau in dir aussieht, was das beste für dich ist. ob ein kind das beste für dich wäre, wüsstest du schlussendlich auch erst, wenn du eins hättest :-).
acqua - 23. Dez, 21:22
Um beim schlussendlich zu bleiben...
geht es nicht schlussendlich um zwei Fragen:
Könnte ich einem Kind eine gute Kindheit bieten? Und was würde ein Kind mit meinem Leben machen? Wobei die zweite Frage erst relevant würde, wenn die erste mit ja beantwortet wäre.
Die eine der alleinerziehenden Freundinnen hat mir die von Pipistrella gestellte Frage übrigens bereits mit ja beantwortet. Allerdings ist sie vielleicht nicht die realistischste von allen mir bekannten Personen und entscheidet viel mehr aus dem Bauch heraus, als ich es für gut erachte.
Die finanzielle und zeitliche Unterstützung durch einen wenn auch zumeist abwesenden Vater und möglicherweise auch noch durch ein zusätzliches Grosselternpaar unterschätze ich glaubs schon nicht.
Ich glaube ja selber nicht wirklich, dass es eine vernünftige Entscheidung wäre. Jedenfalls meistens nicht. Es ist aber eine Frage, die bei mir immer wieder aufkommt, bis sie dann vielleicht einmal definitiv beantwortet wird. Ich danke euch herzlich für eure bisherigen Gedanken und sonstigen Inputs.
(So ein paar Probemonate allein mit einem Kind wären keine schlechte Idee, brigitte.)
Könnte ich einem Kind eine gute Kindheit bieten? Und was würde ein Kind mit meinem Leben machen? Wobei die zweite Frage erst relevant würde, wenn die erste mit ja beantwortet wäre.
Die eine der alleinerziehenden Freundinnen hat mir die von Pipistrella gestellte Frage übrigens bereits mit ja beantwortet. Allerdings ist sie vielleicht nicht die realistischste von allen mir bekannten Personen und entscheidet viel mehr aus dem Bauch heraus, als ich es für gut erachte.
Die finanzielle und zeitliche Unterstützung durch einen wenn auch zumeist abwesenden Vater und möglicherweise auch noch durch ein zusätzliches Grosselternpaar unterschätze ich glaubs schon nicht.
Ich glaube ja selber nicht wirklich, dass es eine vernünftige Entscheidung wäre. Jedenfalls meistens nicht. Es ist aber eine Frage, die bei mir immer wieder aufkommt, bis sie dann vielleicht einmal definitiv beantwortet wird. Ich danke euch herzlich für eure bisherigen Gedanken und sonstigen Inputs.
(So ein paar Probemonate allein mit einem Kind wären keine schlechte Idee, brigitte.)
brigitte - 23. Dez, 21:35
'vernünftig' ist für mich, was dir am besten tut. aber da fängts wieder von vorne an ;-)
übrigens habe ich genügend male probeweise auf kinder aufgepasst. ich dachte danach immer: ja, aber wenns mein eigenes wäre, fänd ichs bestimmt nicht so anstrengend.
und jetzt ist es irgendwie noch anstrengender :-)))). aber auch unendlich viel erfüllender.
übrigens habe ich genügend male probeweise auf kinder aufgepasst. ich dachte danach immer: ja, aber wenns mein eigenes wäre, fänd ichs bestimmt nicht so anstrengend.
und jetzt ist es irgendwie noch anstrengender :-)))). aber auch unendlich viel erfüllender.
acqua - 23. Dez, 21:58
Unendlich anstrengend und unendlich erfüllend sind wohl die zwei springenden Punkte... Jedenfalls bei der Frage, wie es für mich wäre. Wie es für das Kind wäre, wissen wir damit aber immer noch nicht.
(Und ich sage ja: Pobemonate und nicht Probenachmittage ;-) ... )
(Und ich sage ja: Pobemonate und nicht Probenachmittage ;-) ... )
rittiner & gomez (anonym) - 23. Dez, 11:58
dagegen spricht vermutlich nichts, denn es gibt kaum eine ideale situation um kinder zu haben.
es gibt ja kaum was erfüllenderes als kinder, aber es ist auch ein riesen krampf.
nur bleibt ja vielen frauen gar nichts anderes übrig, da die väter sich ja hervorragend aus der verantwortung ziehen können, selbst wen sie im gleichen haushalt wohnen.
ps. anonyme samenspenden gibt es in der schweiz nicht mehr.
es gibt ja kaum was erfüllenderes als kinder, aber es ist auch ein riesen krampf.
nur bleibt ja vielen frauen gar nichts anderes übrig, da die väter sich ja hervorragend aus der verantwortung ziehen können, selbst wen sie im gleichen haushalt wohnen.
ps. anonyme samenspenden gibt es in der schweiz nicht mehr.
acqua - 23. Dez, 17:47
Kann sein, dass das genau die Art von Antwort ist, die ich hören wollte. Oder vielleicht auch nicht? Es gibt kaum etwas Erfüllenderes als Kinder, und mir wird es versagt bleiben. Sehr wahrscheinlich. Denn es spricht viel zu viel dagegen.
canela (anonym) - 23. Dez, 20:13
ein kind zu haben, ist prinzipiell schön! und dann wahnsinnig lustig, und wahnsinnig anstrengend. und man hat wahnsinnig angst manchmal. aber es ist prinzipiell schön!
dass es anstrengend ist, das stimmt, aber man gewöhnt sich an alles. auch das kind alleine zu erziehen. und für was hat man freundinnen? als alleinerziehende muss frau sich ein netzwerk aufbauen. dann ist man gar nicht so alleine wie frau denkt.
dass es anstrengend ist, das stimmt, aber man gewöhnt sich an alles. auch das kind alleine zu erziehen. und für was hat man freundinnen? als alleinerziehende muss frau sich ein netzwerk aufbauen. dann ist man gar nicht so alleine wie frau denkt.
acqua - 23. Dez, 22:02
Grundsätzlich ist es also möglich. Ist es auch wünschbar?
Es ist ein riesiger Unterschied, ob es auf die eine oder andere Weise einfach passiert, oder ob man sich bewusst dafür entscheidet. Oder doch nicht? (Wobei ich natürlich keine Ahnung habe, wie es bei dir war und dir damit nichts unterstellen will. Es sind halt Überlegungen, die ich anstelle.)
Es ist ein riesiger Unterschied, ob es auf die eine oder andere Weise einfach passiert, oder ob man sich bewusst dafür entscheidet. Oder doch nicht? (Wobei ich natürlich keine Ahnung habe, wie es bei dir war und dir damit nichts unterstellen will. Es sind halt Überlegungen, die ich anstelle.)
monoblog - 23. Dez, 23:10
also anstrengend find ich bei all den voten ein komisches wort für kinder. klar sind sie anstrengend. viel von dem "anstrengend" haben wir aber auch unserer art zu verdanken, wie wir die aufgabe "kinder" in unser leben integrieren...
niemand hat mir die frage beantwortet, wie du das später dem kind erklären willst, dass du dich als mutter für die variante "keinen vater" entschieden hast. ich hatte schon recht mühe, unseren beiden zu erklären, warum sie keine gotte oder götti haben...
und die frage kommt früher als du denkst, da kannst du sicher sein.
niemand hat mir die frage beantwortet, wie du das später dem kind erklären willst, dass du dich als mutter für die variante "keinen vater" entschieden hast. ich hatte schon recht mühe, unseren beiden zu erklären, warum sie keine gotte oder götti haben...
und die frage kommt früher als du denkst, da kannst du sicher sein.
acqua - 23. Dez, 23:15
Zum deinem ersten Abschnitt: Ähnliches habe ich mir auch schon gedacht. Aber als Kinderlose weiss man ja nie, ob man Recht hat oder ob man es nicht genau so machen würde, wie all die anderen.
Welches Wort oder welche Wörter würdest du denn wählen?
Zum zweiten Abschnitt: Das käme halt darauf an, unter welchen Umständen und auf welche Art man sich für "keinen Vater" entschieden hätte. Einfach wäre es wohl nicht unbedingt. Aber allein schon ein Hinderungsgrund?
Welches Wort oder welche Wörter würdest du denn wählen?
Zum zweiten Abschnitt: Das käme halt darauf an, unter welchen Umständen und auf welche Art man sich für "keinen Vater" entschieden hätte. Einfach wäre es wohl nicht unbedingt. Aber allein schon ein Hinderungsgrund?
monoblog - 23. Dez, 23:18
1) für mich wären "verantwortungsvoll" und "zeitintensiv" treffend, aber nicht anstrengend.
2) ich zweifle nicht, dass du das deinem kind erkären könntest. und es das auch verstehen würde. problem taucht erst auf, wenn du dann feststellst, dass man den vater gar nicht eruieren kann, auch nicht, wenn man unbedingt wollte. und erst dann wird's schwierig für den rest des lebens - das meinte ich ganz eingangs mit egoistisch.
ist vielleicht blöd, naiv und altmodisch. aber ich glaube, man will seinen vater (und auch die mutter, aber das ist hier nicht thema) kennen. egal, ob er einem im leben viel gegeben hat (das zum thema "väter, die sich aus der verantwortung stehlen"). ein vater ist etwas wichtiges, einfach so (kanns auch nicht erklären), einfach zu wissen, das ist mein vater...
2) ich zweifle nicht, dass du das deinem kind erkären könntest. und es das auch verstehen würde. problem taucht erst auf, wenn du dann feststellst, dass man den vater gar nicht eruieren kann, auch nicht, wenn man unbedingt wollte. und erst dann wird's schwierig für den rest des lebens - das meinte ich ganz eingangs mit egoistisch.
ist vielleicht blöd, naiv und altmodisch. aber ich glaube, man will seinen vater (und auch die mutter, aber das ist hier nicht thema) kennen. egal, ob er einem im leben viel gegeben hat (das zum thema "väter, die sich aus der verantwortung stehlen"). ein vater ist etwas wichtiges, einfach so (kanns auch nicht erklären), einfach zu wissen, das ist mein vater...
acqua - 23. Dez, 23:32
Du gehst davon aus, dass der Vater nicht "eruierbar" wäre. Ich sehe da auch andere Möglichkeiten.
Deinen Überlegungen stimme ich zu. (Auch wenn du deine Kommentare immer wieder editierst und ich mit dem Nachlesen fast nicht mehr nachkomme, gopf. ;-) ) Aber die Frage, ob das als Grund ausreichen würde, kein Kind zu haben, habe ich mir damit noch nicht beantwortet.
Deinen Überlegungen stimme ich zu. (Auch wenn du deine Kommentare immer wieder editierst und ich mit dem Nachlesen fast nicht mehr nachkomme, gopf. ;-) ) Aber die Frage, ob das als Grund ausreichen würde, kein Kind zu haben, habe ich mir damit noch nicht beantwortet.
monoblog - 23. Dez, 23:38
die stärke deines kinderwunsches kann ich als mann nicht ausreichend nachfühlen und beurteilen. ich bin froh und stolz, kinder zu haben, die "gut herausgekommen" sind. sie sind jetzt schon 16 und 18 und ich möchte keine minute missen und tu mich sogar schwer, langsam zu "entwöhnen" (und das obwohl ich seit 2 jahren nicht mehr im selben haushalt lebe).
so gesehen, ist alles theorie und philosophie. kinder sind etwas tolles und ich verstehe dein problem absolut gut.
für mich ist die variante mit einem "bekannten" vater durchaus denkbar. ich hätte nur verdammt schiss vor der variante mit dem anonymen spender...
das thema ist zu spannend, da muss ich die kommentare nach dem lesen nochmals ergänzen, gopf ;-)
so gesehen, ist alles theorie und philosophie. kinder sind etwas tolles und ich verstehe dein problem absolut gut.
für mich ist die variante mit einem "bekannten" vater durchaus denkbar. ich hätte nur verdammt schiss vor der variante mit dem anonymen spender...
das thema ist zu spannend, da muss ich die kommentare nach dem lesen nochmals ergänzen, gopf ;-)
acqua - 23. Dez, 23:44
Etz hättest du mich fast schon wieder verwütscht! ;-)
Ich habe vor beiden Varianten (und eigentlich auch vor allen anderen) Schiss. Und trotzdem kann ich mich von dem Gedanken nicht ganz lösen.
Ich habe vor beiden Varianten (und eigentlich auch vor allen anderen) Schiss. Und trotzdem kann ich mich von dem Gedanken nicht ganz lösen.
canela (anonym) - 24. Dez, 06:31
@monoblog: es ist anstrengend wenn sie klein sind. ich schlief seit der schwangerschaft nicht mehr richtig, und als er auf der welt war, ging es auch nicht. da ich nach der muttzerit arbeiten gehen musste, er aber auch kein durchschläfer war, war es anstrengend. ich arbeite 100% und nach ein paar jahren geht man nur noch auf dem zahnfleisch. das ist anstrengend und schön!
@acqua: ich hatte auch immer grossen respekt ein kind zu bekommen. abgesehen davon, dass mir dir ärzte sagten, ich bekäme keine. *grins*
ein kind verändert dein leben. es macht es aber nicht nur schwieriger, sondern auch schöner. und madame lila sagte mir mal: gell mit kindern wird man einfach ein besserer mensch! ich hätte es nicht treffender sagen können.
@acqua: ich hatte auch immer grossen respekt ein kind zu bekommen. abgesehen davon, dass mir dir ärzte sagten, ich bekäme keine. *grins*
ein kind verändert dein leben. es macht es aber nicht nur schwieriger, sondern auch schöner. und madame lila sagte mir mal: gell mit kindern wird man einfach ein besserer mensch! ich hätte es nicht treffender sagen können.
acqua - 24. Dez, 18:56
Du arbeitetest 100%!?! Jetzt habe ich aber vor dir riesigen Respekt! Und trotzdem beneide ich euch Mütter alle. Aber will ich mich dem gleichen Stress, der gleichen Verwantwortung und den gleichen Sorgen aussetzen? Oder will ich auf die Freude, die Erfüllung, den Spass verzichten?
monoblog - 23. Dez, 23:50
also, ich hab jetzt "altruistisch" noch nachgeschlagen (gopf). und ein bisschen altruismus war glaubs schon dabei, als wir uns für kinder entschlossen. ich hätte mir damals gut ein leben bewusst ohne kinder gut vorstellen können. sobald man aber welche hat, kann man das nicht mehr nachvollziehen...
acqua - 23. Dez, 23:59
Gopfridschtutz! Etz werden einem hier schon die Wörter auf die Goldwaage gelegt, die man nur mal so leichtfertig hingeschrieben hat! Was heisst denn altruistisch und inwiefern war eure Entscheidung für Kinder altruistisch? (Wenn du schon nachschlagen musst, kannst du es mir jetzt ja auch erklären.)
monoblog - 24. Dez, 00:02
ich dachte eben, du wüsstest, was du schreibst ;-))
altruismus ist die willentliche verfolgung der interessen oder des wohls anderer oder des gemeinwohls. altruistisches handeln wird allgemein auch mit selbstlosem handeln gleichgesetzt.
altruismus ist die willentliche verfolgung der interessen oder des wohls anderer oder des gemeinwohls. altruistisches handeln wird allgemein auch mit selbstlosem handeln gleichgesetzt.
acqua - 24. Dez, 00:05
taramtaram
*klopft nervös mit den Fingern auf den Tisch und wartet auf das edit welches den zweiten Teil ihrer Frage beantwortet*
(Eigentlich habe ich glaubs schon gewusst, was Altruismus ist.)
*klopft nervös mit den Fingern auf den Tisch und wartet auf das edit welches den zweiten Teil ihrer Frage beantwortet*
(Eigentlich habe ich glaubs schon gewusst, was Altruismus ist.)
monoblog - 24. Dez, 00:09
auch wieder altmodisch: mit kindern erhält man ja auch den fortbestand der familie und des staates. und im alter kann man ebenfalls auf die kinder hoffen... ob das jetzt altruistisch ist, weiss ich nicht. waren aber damals alles argumente, die für kinder sprachen.
acqua - 24. Dez, 00:13
Sicherung des Fortbestandes der Familie und Spekulation auf Unterstützung im Alter sind klassische egoistische Gründe, würde ich sagen. Fortbestand des Staates zum Teil wohl auch. Aber es gibt da ja sowieso noch diese Theorie, wonach aller Altruismus eigentlich egoistisch ist und demzufolge gar nicht existiert. Aber vielleicht ufert das hier langsam aus.
Egoistisch finde ich aber nicht grundsätzlich falsch oder gar verwerflich. Aber wenn man selber egoistisch handelt, kann man es anderen kaum vorwerfen, wenn sie es auch tun.
Egoistisch finde ich aber nicht grundsätzlich falsch oder gar verwerflich. Aber wenn man selber egoistisch handelt, kann man es anderen kaum vorwerfen, wenn sie es auch tun.
pipistrella - 24. Dez, 01:19
ich glaube einfach, als frau hat man mal grundsätzlich die gedanken kind oder nicht kind. das ist einfach von natur aus so gegeben, dass sich frau irgendwann entscheiden muss. und es gibt frauen, die sich bewusst dagegen entscheiden und solche, die sagen, ich will erst kinder, wenn ich den richtigen partner dafür habe.
wenn man sich als frau alleine dafür entscheidet, dass man ein kind möchte, was ich übrigens sehr verständlich finde, muss man sich dann eben überlegen, was heisst das organisatorisch, job, kinderbetreuung, geld, haushalt, wer betreut, wenn ich krank bin (grippe, wo man 3 tage mit fieber flach liegt, reicht bereits...) etc.
und wenn du das gefühl hast, dass dies alles geregelt ist, oder regelbar ist (realistisch, nicht nur zum bauch heraus im stil von "eine kinderkrippe find ich dann schon, wenns soweit ist"), dann hast du dir schon gute voraussetzungen geschaffen.
und mit anstrengend meinte ich tatsächlich anstrengend und nicht nur herausfordernd etc.
wenn man alleinerziehend ist als dauerzustand, dann hat man vielleicht niemanden, der einem mitunterstützt, wenn man abens müde von der arbeit kommt und am wochenende so tot von der woche ist, dass man eigentlich nur 2 tage im bett bleiben möchte und die kinder sind dann in diesem moment, wo man sich überfordert fühlt, ganz einfach zusätzliche menschen, die eben auch noch etwas von dir wollen, wenn null energie mehr da ist. und das finde ich keine herausforderung mehr, sondern eben nur noch anstrengend.
und nein, ich hätte zu keinem zeitpunkt nie meine kinder wieder hergegeben. aber ich würde, wenn ich nochmals wählen könnte, keine mehr wollen, weil ich ihnen nicht die mutter sein konnte, die ich von mir erwarte zu sein.
wenn man sich als frau alleine dafür entscheidet, dass man ein kind möchte, was ich übrigens sehr verständlich finde, muss man sich dann eben überlegen, was heisst das organisatorisch, job, kinderbetreuung, geld, haushalt, wer betreut, wenn ich krank bin (grippe, wo man 3 tage mit fieber flach liegt, reicht bereits...) etc.
und wenn du das gefühl hast, dass dies alles geregelt ist, oder regelbar ist (realistisch, nicht nur zum bauch heraus im stil von "eine kinderkrippe find ich dann schon, wenns soweit ist"), dann hast du dir schon gute voraussetzungen geschaffen.
und mit anstrengend meinte ich tatsächlich anstrengend und nicht nur herausfordernd etc.
wenn man alleinerziehend ist als dauerzustand, dann hat man vielleicht niemanden, der einem mitunterstützt, wenn man abens müde von der arbeit kommt und am wochenende so tot von der woche ist, dass man eigentlich nur 2 tage im bett bleiben möchte und die kinder sind dann in diesem moment, wo man sich überfordert fühlt, ganz einfach zusätzliche menschen, die eben auch noch etwas von dir wollen, wenn null energie mehr da ist. und das finde ich keine herausforderung mehr, sondern eben nur noch anstrengend.
und nein, ich hätte zu keinem zeitpunkt nie meine kinder wieder hergegeben. aber ich würde, wenn ich nochmals wählen könnte, keine mehr wollen, weil ich ihnen nicht die mutter sein konnte, die ich von mir erwarte zu sein.
canela (anonym) - 24. Dez, 06:34
ich stimme pipistrella voll und ganz zu. in allen punkten!
acqua - 24. Dez, 19:02
Dass ihr sagt, dass ihr die Kinder unter den gleichen Umständen kein zweites Mal würdet haben wollen, gibt mir zu denken. Wisst ihr denn auch, wie eure Kinder das sehen? (Jedenfalls diejenigen, die schon gross genug sind, um Auskunft zu geben...)
All das Anstrengende (das scheint ja doch ein treffendes Wort zu sein) kenne ich aus einigermassen naher Nähe und habe es mit dem Kopf glaubs auch erfasst. Es ist das, was mir zur Hauptsache Angst vor dem Kinder haben macht. Aber wie es für mich wirklich sein wird, werde ich ohne eigene Erfahrung nie wissen.
All das Anstrengende (das scheint ja doch ein treffendes Wort zu sein) kenne ich aus einigermassen naher Nähe und habe es mit dem Kopf glaubs auch erfasst. Es ist das, was mir zur Hauptsache Angst vor dem Kinder haben macht. Aber wie es für mich wirklich sein wird, werde ich ohne eigene Erfahrung nie wissen.
Mme Lila (anonym) - 24. Dez, 10:16
Wow. Action hier ....
Mein Senf dazu ?
Ich bin seit Jahren alleine mit drei Kindern. Arbeite und schaue, dass es zuhause läuft.
Würdest du mich fragen, ob ich Kinder hätte, wenn ich damals gewusst hatte, dass ich sie alleine aufziehen würde ?
Ja.
Mit allen Konsequenzen. Weil sie als Teil von mir nicht wegzudenken sind aus meinem Leben.
Mein Senf dazu ?
Ich bin seit Jahren alleine mit drei Kindern. Arbeite und schaue, dass es zuhause läuft.
Würdest du mich fragen, ob ich Kinder hätte, wenn ich damals gewusst hatte, dass ich sie alleine aufziehen würde ?
Ja.
Mit allen Konsequenzen. Weil sie als Teil von mir nicht wegzudenken sind aus meinem Leben.
acqua - 24. Dez, 19:06
Auch wenn du sie von Anfang an alleine aufziehen müsstest?
(Irgendwie freuen mich die ermutigenden Kommentare mehr als die anderen. ;-) )
(Irgendwie freuen mich die ermutigenden Kommentare mehr als die anderen. ;-) )
Mme Lila (anonym) - 25. Dez, 10:38
Ja. Würde ich. Aber ich hätte wohl 'nur' zwei Kinder.
(Vielleicht hatte ich einfach Pech mit Männern,dass ich zu diesem Schluss komme und...ich liebe kleine Menschen über alles )
Lg !
Ps: Lila wuchs auch Vaterlos auf.
(Vielleicht hatte ich einfach Pech mit Männern,dass ich zu diesem Schluss komme und...ich liebe kleine Menschen über alles )
Lg !
Ps: Lila wuchs auch Vaterlos auf.
Zorra - 24. Dez, 11:05
Noch was: Es kommt auch drauf an, weshalb frau ein Kind möchte. Wenn es "nur" ist, damit frau nicht (mehr) alleine ist und das Kind eventuell sogar als Altersvorsorge sieht, ist es der falsche Grund. Jedenfalls für mich.
acqua - 24. Dez, 19:08
Und wenn frau sich ihr Leben immer mit Kindern vorgestellt hat und jetzt darauf verzichten muss, weil sie keinen Partner hat?
(Das ist jetzt ein bisschen eine Überzeichnung meiner Situation. Aber ein Teil der Wahrheit ist es.)
(Das ist jetzt ein bisschen eine Überzeichnung meiner Situation. Aber ein Teil der Wahrheit ist es.)
brigitte - 24. Dez, 14:11
ist das spannend hier.. ein thema, zu dem es eben (einmal mehr das wort) unendlich viel zu sagen gibt :-). von rein rationellen überlegungen bis zu rein emotionalen.
wie auch immer, ich wünsche dir frohe weihnachten :-)
wie auch immer, ich wünsche dir frohe weihnachten :-)
acqua - 24. Dez, 19:10
Du darfst das Wort unendlich oft verwenden, wenn du willst. ;-)
Irgendwie weiss ich jetzt mehr zu dem Thema, bin aber trotzdem nicht weiter, weil sich die Aussagen die Waage zu halten scheinen. Na ja. heute und morgen werde ich sowieso keine Entscheidung fällen.
Dir, deinem Mann und deinem Manndli auch wunderschöne, frohe Tage!
Irgendwie weiss ich jetzt mehr zu dem Thema, bin aber trotzdem nicht weiter, weil sich die Aussagen die Waage zu halten scheinen. Na ja. heute und morgen werde ich sowieso keine Entscheidung fällen.
Dir, deinem Mann und deinem Manndli auch wunderschöne, frohe Tage!
Annette (anonym) - 25. Dez, 08:20
Mal ein Input von der anderen Seite. Ich bin ab meinem 2. Lebensjahr ohne Vater aufgewachsen und ab meinem 14. Lebensjahr auch ohne Mutter.
Ganz ehrlich, ich habe einen Vater schmerzlich vermisst. Obwohl ich eine sehr behuetete und wunderschoene Kindheit hatte und den besten Opa der Welt, aber eben Opa.
Als ich endlich reif dazu gewesen waere, den Kontakt mit ihm aufzunehmen, war er schon lange tot.
Ich kann verstehen, dass man einen starken Wunsch nach einem Kind hat und sich ueberlegt, es halt eben alleine grosszuziehen. Aber ganz ehrlich, eine Mutter kann eben einen Vater nicht wirklich ersetzen. Wenn ich heute so darueber nachdenke, dann ist da ein kleiner Platz in mir drin, der sich immer danach sehnen wird zu wissen, wie es gewesen waere, einen Vater gehabt zu haben. Mal von anderen Dingen, auf die diese Situation Einfluss genommen hat, ganz abgesehen.
Wenn es sich aus der Beziehung entwickelt, dass man seine Kinder alleine versorgen muss, so ist das schon schwierig genug.ABer sich von Anfang an dazu entscheiden, dass der Vater nicht vorkommt, vielleicht auch wie in den USA moeglich, per anonymer Samenspende, find ich ehrlich gesagt unverantwortlich und absolut egoistisch. Es geht eben nicht nur um die Erfuellung der eigenen Wuensche, sondern um einen anderen Menschen, der auch Beduerfnisse und Rechte hat und die nicht deckungsgleich sind, mit den eigenen.
Ganz ehrlich, ich habe einen Vater schmerzlich vermisst. Obwohl ich eine sehr behuetete und wunderschoene Kindheit hatte und den besten Opa der Welt, aber eben Opa.
Als ich endlich reif dazu gewesen waere, den Kontakt mit ihm aufzunehmen, war er schon lange tot.
Ich kann verstehen, dass man einen starken Wunsch nach einem Kind hat und sich ueberlegt, es halt eben alleine grosszuziehen. Aber ganz ehrlich, eine Mutter kann eben einen Vater nicht wirklich ersetzen. Wenn ich heute so darueber nachdenke, dann ist da ein kleiner Platz in mir drin, der sich immer danach sehnen wird zu wissen, wie es gewesen waere, einen Vater gehabt zu haben. Mal von anderen Dingen, auf die diese Situation Einfluss genommen hat, ganz abgesehen.
Wenn es sich aus der Beziehung entwickelt, dass man seine Kinder alleine versorgen muss, so ist das schon schwierig genug.ABer sich von Anfang an dazu entscheiden, dass der Vater nicht vorkommt, vielleicht auch wie in den USA moeglich, per anonymer Samenspende, find ich ehrlich gesagt unverantwortlich und absolut egoistisch. Es geht eben nicht nur um die Erfuellung der eigenen Wuensche, sondern um einen anderen Menschen, der auch Beduerfnisse und Rechte hat und die nicht deckungsgleich sind, mit den eigenen.
monoblog (anonym) - 25. Dez, 10:36
danke, ich hoffte eigentlich, dass jemand die sicht einer "betroffenen" einbringt. ist immer anders, als nur darüber zu philosophieren...
acqua - 26. Dez, 20:52
Daran, dass man ihn oft wahnsinnig vermisst, wenn man ohne Vater aufwächst, zweifle ich keineswegs - obwohl: bestimmt gibt es auch hier wieder Gegenbeispiele...
Für mich stellt sich aber momentan nicht die Frage, ob ich ein Kind mit oder ohne Vater aufziehen soll, sondern ob ich ein Kind ohne Vater oder gar kein Kind haben werde. Das ist für mich ein grosser Unterschied. Möglicherweise wirkt es auf dich überheblich, wenn ich das sage, Annette, aber ich glaube nicht, dass es die perfekte Kindheit gibt.
Für mich stellt sich aber momentan nicht die Frage, ob ich ein Kind mit oder ohne Vater aufziehen soll, sondern ob ich ein Kind ohne Vater oder gar kein Kind haben werde. Das ist für mich ein grosser Unterschied. Möglicherweise wirkt es auf dich überheblich, wenn ich das sage, Annette, aber ich glaube nicht, dass es die perfekte Kindheit gibt.
diefrogg (anonym) - 26. Dez, 18:48
Darf ich...
besser spät als nie, wie üblich, auch noch meinen Senf geben? Ich habe mich vor etwa 2 Jahren sehr bewusst gegen Kinder entschieden (obwohl Herr T. eventuell schon hätte Vater werden wollen). Die Gründe erkläre ich gern ein andermal. Ich stelle fest: Immer an Weihnachten bereue ich es. Sonst nie, owbohl ich sehr gern Kinder habe. Was ich aber nicht missen möchte, sind meine zwei wunderbaren Gottenkinder, die mir das Glück einfach so zugeschneit hat, und die ich nicht missen möchte.
acqua - 26. Dez, 20:54
Es freut mich doch, wenn sich jetzt auch noch ein paar Kinderlose zu Wort melden!
Sich entschieden zu haben, ist bestimmt auch ein befreiendes Gefühl. Falls du die Gründe nennen magst: Mich würden sie sehr interessieren.
Sich entschieden zu haben, ist bestimmt auch ein befreiendes Gefühl. Falls du die Gründe nennen magst: Mich würden sie sehr interessieren.
silmanja - 26. Dez, 19:10
liebe acqua
nachdem jetzt fast alle gründe aufgelistet sind, die dafür oder dagegen sprechen - frage ich mich - ganz neugierig, ob sich an Deiner Einstellung etwas geändert hat.
Ich kann aus eigener Erfahrung (als Kind) nur sagen: wie lang sich ein Vater erhält ist oft vollkommen unklar. Ich bin der Meinung, wenn du das willst, spricht nichts dagegen
nachdem jetzt fast alle gründe aufgelistet sind, die dafür oder dagegen sprechen - frage ich mich - ganz neugierig, ob sich an Deiner Einstellung etwas geändert hat.
Ich kann aus eigener Erfahrung (als Kind) nur sagen: wie lang sich ein Vater erhält ist oft vollkommen unklar. Ich bin der Meinung, wenn du das willst, spricht nichts dagegen
acqua - 26. Dez, 21:02
Ach liebe silmanja! Ob sich meine Einstellung geändert hat, das wüsste ich auch gerne... Ich würde sagen, sie ändert sich in etwa alle sechs Stunden. ;-)
Was mir in der Diskussion hier bewusst(er) wird, ist dass ich es wohl wirklich für mich alleine entscheiden muss, da sich die Frage für jeden Menschen anders präsentiert. Es gibt nur persönliche Antworten darauf.
Und dann habe ich noch begriffen (dank Monos anfänglich fast barscher Reaktion), dass ich mich wohl auch vom Umfeld her auf einiges würde gefasst machen müssen. Das wäre zwar kein alleiniger Hinderungsgrund, muss man sich aber doch auch klar machen.
Was mir in der Diskussion hier bewusst(er) wird, ist dass ich es wohl wirklich für mich alleine entscheiden muss, da sich die Frage für jeden Menschen anders präsentiert. Es gibt nur persönliche Antworten darauf.
Und dann habe ich noch begriffen (dank Monos anfänglich fast barscher Reaktion), dass ich mich wohl auch vom Umfeld her auf einiges würde gefasst machen müssen. Das wäre zwar kein alleiniger Hinderungsgrund, muss man sich aber doch auch klar machen.




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