monoblog - 23. Dez, 23:10

also anstrengend find ich bei all den voten ein komisches wort für kinder. klar sind sie anstrengend. viel von dem "anstrengend" haben wir aber auch unserer art zu verdanken, wie wir die aufgabe "kinder" in unser leben integrieren...

niemand hat mir die frage beantwortet, wie du das später dem kind erklären willst, dass du dich als mutter für die variante "keinen vater" entschieden hast. ich hatte schon recht mühe, unseren beiden zu erklären, warum sie keine gotte oder götti haben...

und die frage kommt früher als du denkst, da kannst du sicher sein.

acqua - 23. Dez, 23:15

Zum deinem ersten Abschnitt: Ähnliches habe ich mir auch schon gedacht. Aber als Kinderlose weiss man ja nie, ob man Recht hat oder ob man es nicht genau so machen würde, wie all die anderen.
Welches Wort oder welche Wörter würdest du denn wählen?

Zum zweiten Abschnitt: Das käme halt darauf an, unter welchen Umständen und auf welche Art man sich für "keinen Vater" entschieden hätte. Einfach wäre es wohl nicht unbedingt. Aber allein schon ein Hinderungsgrund?
monoblog - 23. Dez, 23:18

1) für mich wären "verantwortungsvoll" und "zeitintensiv" treffend, aber nicht anstrengend.

2) ich zweifle nicht, dass du das deinem kind erkären könntest. und es das auch verstehen würde. problem taucht erst auf, wenn du dann feststellst, dass man den vater gar nicht eruieren kann, auch nicht, wenn man unbedingt wollte. und erst dann wird's schwierig für den rest des lebens - das meinte ich ganz eingangs mit egoistisch.

ist vielleicht blöd, naiv und altmodisch. aber ich glaube, man will seinen vater (und auch die mutter, aber das ist hier nicht thema) kennen. egal, ob er einem im leben viel gegeben hat (das zum thema "väter, die sich aus der verantwortung stehlen"). ein vater ist etwas wichtiges, einfach so (kanns auch nicht erklären), einfach zu wissen, das ist mein vater...
acqua - 23. Dez, 23:32

Du gehst davon aus, dass der Vater nicht "eruierbar" wäre. Ich sehe da auch andere Möglichkeiten.

Deinen Überlegungen stimme ich zu. (Auch wenn du deine Kommentare immer wieder editierst und ich mit dem Nachlesen fast nicht mehr nachkomme, gopf. ;-) ) Aber die Frage, ob das als Grund ausreichen würde, kein Kind zu haben, habe ich mir damit noch nicht beantwortet.
monoblog - 23. Dez, 23:38

die stärke deines kinderwunsches kann ich als mann nicht ausreichend nachfühlen und beurteilen. ich bin froh und stolz, kinder zu haben, die "gut herausgekommen" sind. sie sind jetzt schon 16 und 18 und ich möchte keine minute missen und tu mich sogar schwer, langsam zu "entwöhnen" (und das obwohl ich seit 2 jahren nicht mehr im selben haushalt lebe).

so gesehen, ist alles theorie und philosophie. kinder sind etwas tolles und ich verstehe dein problem absolut gut.

für mich ist die variante mit einem "bekannten" vater durchaus denkbar. ich hätte nur verdammt schiss vor der variante mit dem anonymen spender...

das thema ist zu spannend, da muss ich die kommentare nach dem lesen nochmals ergänzen, gopf ;-)
acqua - 23. Dez, 23:44

Etz hättest du mich fast schon wieder verwütscht! ;-)

Ich habe vor beiden Varianten (und eigentlich auch vor allen anderen) Schiss. Und trotzdem kann ich mich von dem Gedanken nicht ganz lösen.
canela (anonym) - 24. Dez, 06:31

@monoblog: es ist anstrengend wenn sie klein sind. ich schlief seit der schwangerschaft nicht mehr richtig, und als er auf der welt war, ging es auch nicht. da ich nach der muttzerit arbeiten gehen musste, er aber auch kein durchschläfer war, war es anstrengend. ich arbeite 100% und nach ein paar jahren geht man nur noch auf dem zahnfleisch. das ist anstrengend und schön!

@acqua: ich hatte auch immer grossen respekt ein kind zu bekommen. abgesehen davon, dass mir dir ärzte sagten, ich bekäme keine. *grins*

ein kind verändert dein leben. es macht es aber nicht nur schwieriger, sondern auch schöner. und madame lila sagte mir mal: gell mit kindern wird man einfach ein besserer mensch! ich hätte es nicht treffender sagen können.
acqua - 24. Dez, 18:56

Du arbeitetest 100%!?! Jetzt habe ich aber vor dir riesigen Respekt! Und trotzdem beneide ich euch Mütter alle. Aber will ich mich dem gleichen Stress, der gleichen Verwantwortung und den gleichen Sorgen aussetzen? Oder will ich auf die Freude, die Erfüllung, den Spass verzichten?

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