Frage (LVIII)
(übrigens, Fluchen, Rechnen und Beten macht man in der Muttersprache :-)
Und du, wie kommst du drauf?
Von 1 bis 10 sind meine Zahlen ebenfalls farbig. Die 4 ist aber eindeutig blau! Gelb ist die 8. Die Zahlen erscheinen hell beleuchtet vor einem schwarzen Hintergrund.
Ich sehe übrigens auch die Tage einer Woche und die Monate und Tage eines Jahres in Reihen.
Ach, und wie ich darauf komme:
Ich habe kürzlich eine Radiosendung über Synästhesie gehört. Das Thema fasziniert mich aber, seit ich zum ersten Mal davon gehört habe.
@acqua
Von der Beschreibung selbst bin ich aber begeistert.
Ich frage mich auch, woher die Knicke kommen. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, wie ich die Zahlen als Kind kennengelernt habe.
@acqua
5 ist eine besondere Zahl. 5 Finger. 1,2,3,4,5. zwischen 5 und 10 sind die Zahlen solala. es muss sie auch geben, aber nach 5 sind sie nicht mehr so interessant. Erst ab 10 geht es wieder los. Wenn ich von 6-10 zähle, sind das die Finger der anderen Hand. Das ist nicht wirklich etwas Neues.
ich seh die zahlen vor mir in arial und schwarz auf weiss.
Sinnlos!?! Wieso?
Und da Sie Nachfragen zu mögen scheinen:
Haben Ihre Zahlen auch beim Zählen eine bestimmte Anordnung?
Dreistellige Zhalen sind noch eher wieder bunt in den farben der Einzelziffern, darüber wird es diffus...
@Books: Das mit der Handschrift finde ich spannend!
Die Farben meiner Zahlen sind leider am Verblassen.
die 6 ist grün, die Sechziger eher hellblau...
Wobei: Farben haben die Zahlen nur, wenn ich sie mir ohne Ablenkung einer tatsächlichen Verschriftlichung vorstelle.
Aber wenn ich eine Zahl höre oder lese, dann habe ich jede Menge Assoziationen dazu. Die sehen dann so aus:
512, 216
Ah! Das ist interessant. 512 ist 2^9. Das weiß man als Informatiker.
Die Ziffern sind umgekehrt gereiht und unterscheiden sich nur in der 6.
216 =6^3. 6+3=9 6=2*3 Von der Gleichung bleibt noch der 2er übrig. Also bleibt auch die Gleichung übrig: 2^(6+3) = 512, (2*3)^3 = 216
Diese zwei Zahlen hängen doch zusammen. Abgesehen davon, dass sie zufälligerweise gerade Kuben sind.
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Anderes Beispiel: 37. Das ist eine Primzahl. 37 war die Straßenbahnlinie meiner Jugend. Mein Vater hat mir erklärt, dass unsere Straßenbahn leicht zu merken ist, weil der Mensch normalerweise eine Körpertemperatur um die 37 Grad hat. (Gut, ein bisschen weniger, aber halt aufgerundet)
Aber 37 hat noch etwas anderes: 37*3 = 111
37*6=222, usw.
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Jede Zahl hat eine Geschichte. Und die kann vollkommen unmittelbar präsent sein.
Aber die von mir beschriebene Zahlenreihe sehe ich noch ein Mü früher oder vielleicht besser unmittelbarer als die Assoziationen (obwohl das per Definitionem fast unmöglich scheint, ich weiss...).
Einmal passierte es mir, spätabends beim Kartenspielen, fast schon im Halbschlaf, dass ich "grün" sagte statt "fünf".
Leider ...
LG von Books!
Danke für die Frage – angewandte Prokrastination. Beim Rechnen kommen bei mir die Zahlen von rechts oben, sind erst Gefühl und werden dann leicht gewölbt auf Höhe meiner Stirn Zahl, der Untergrund ist hell, die Zahl je nach Rechnung, Arial oder Schreibschrift. Vielleicht hängt es damit zusammen, wo ich die Zahl herhole – Erinnerung, Verwendungszweck der Rechnung .Die Zahlen bewegen sich während des Rechenvorgangs – auch das variiert. Ich rechne durch Zerlegen der Zahlen in kleinere Rechnungen – 275 X 3>drei mal 250 untereinander> 750> drei mal 25 irgendwie purzelnd 75.> 75 schiebt sich an 750> und ergibt +50+25> 825 groß > dabei spreche ich innerlich mit.
Zahlenreihen erscheinen im Moment > Versuchssetting> von links nach rechts, relativ schnell. Die einzelnen Zahlen wölben sich vor, Menomotechnik-Bilder und Assoziationsketten wie bei Steppenwolf tauchen auf. Jede Zahl ist eine Tür. Keine Farben, wenn ich versuche Farben zu sehen, sehe ich Bilder, Filme, die Türe öffnet sich erneut.
Bei Jahreszahlen oder Deadlines ist es was anders. Da gefällt mir die Time-Line-Geschichte sehr, mit der ich mich im Zuge meiner Ausbildung befasst habe. Bisher tauchte lagen Vergangenheit; Gegenwart und Zukunft alle in einer Art Nebel vor mir – wie wenn ich von einem Gipfel ins Tals schaue. Die Jahreszahl dient als Suchradar und sehr rasch tauchen klare Bilder auf. Die werden hin und her geschoben und fokusiert. Aber das ist alles zur Zeit
ein wenig anders.
@Herr Books, stellen Sie bitte die Frage.
@Frau acqua, Danke für die Frage.
Wie rechnest du denn?
Interessanterweise haben Brüche und irrationale Zahlen keinen Platz auf der Kette, diese sind ohne jeden Kontext einfach so in Druckschrift auf Weiss. (Wobei dann die Dezimalstellen jeweils wieder auch so an einer Art Kette hängen).
Jahre sind übrigens ungefähr Sinusförmige Wellen (mit dem Maximum im Sommer), welche sich auf einem ebefalls geknickten Zeitstrahl tummeln.
[Und gerechnet wird hier je nach dem, ob ich die betreffenden Rechenarten auf deutsch, französisch oder englisch gelernt habe. Was das Fluchen betrifft, so kann ich auf Schweizerdeutsch nie so herzhaft fluchen wie ich gerne möchte und bediene mich deshalb grosszügig am Französischen]
Meine Jahre haben übrigens an Silvester ihre Maxima und im Sommer die Minima. Es sind aber keine sinusförmigen Wellen sondern eher aneinandergereihte breit auseinandergezogene "U"s
Ha! Ganz viele Synästhetikerinnen hier :)
Ich sehe die Zahlen zwar nicht angeordnet oder mit Knick. Scheint aber ganz normal zu sein. Jemand hat seine Version mal hier illustriert: flickr.com/
Für mich haben sie nur "Farben". Siehe auch hier illustriert :)
Dafür hab ich aber auch so Zeug wie Gerüche und Farben (Farbe der Parfümflasche muss zum Geruch passen), Emotionen und Farben + Kleiderstücke, Geschmäcker im Mund in best. Situationen usw. Wenn man mal weiß, was alles zur Synästhesie dazugehört fällt einem auf einmal noch ganz viel auf.
Hier ist auch ein internationales Forum, auf dem man mal rumlesen kann, was so bei den anderen abgeht. Gerade das mit den abgeknickten Timelines gibt es dort ganz gut: MixSig.net
Ich sehe Zahlenreihen (beim Zusammenrechnen) in grauen, changierenden Balken vor schwarzem "Universum", die in Units unterteilt sind. Bei kleinen Balken wie zum Beispiel 8 wären es 8 Units à la 1. Wenn man dann plus 5 rechnet, würden vom 5er-Balken 2 Units weggehen und sich an die 8 Units andocken. Bleiben 3 übrig, also sind es 13. Bei Addieren muss ich also im Kopf eig. immer Abziehen :)
Wenn ich in Hunderten rechne, dann sind die Units irendwie mal hunderter und mal Zehner. Ich kann auch nie die ganze Reihe sehen, sondern es entschwindet und bleicht aus, wenn ich nicht genau draufschaue/hinscrolle.




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