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Freitag, 2. Januar 2009

Zum Jahresbeginn...

...befrage ich heute das Buchorakel nach den Aussichten für 2009:

So hatte ich auch entdeckt, dass Kartoffelbrei eine ausgezeichnete Unterlage für Spiegeleier bildet, und dass eine Sauce aus getrockneten Äpfeln statt Eiern und Butter an den Kuchen getan werden kann.
Kathrene Pinkerton. Einsames Blockhaus.


Ohje! Meine Improvisationsgabe scheint im neuen Jahr gefragt zu sein. Ich verstehe das Orakel als eine Aufforderung, aus wenig das beste zu machen. Oder werde ich etwa, wie die Autorin, schon wieder nach Kanada reisen?

Was sagt euer Buchorakel?

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http://acqua.twoday.net/stories/5419567/modTrackback

Jessica (Gast) - 2. Jan, 21:13

Das meint mein geschwätziges Buchorakel:

Manchmal sind wir aber auch bis in den Nachmittag durchgekommen, aber meistens nicht sehr viel weiter, weil zu den Vorstellungen, die mein Vater von einer richtigen Familie gehabt hat, gehört hat, dass immer alle etwas gemeinsam machen; wir sind deshalb meistens gemeinsam im Auto gefahren und nachher herumspaziert, weil mein Vater die Woche lang im Büro gesessen hat und am Wochenende Luft schnappen wollte, aber es hat immer sehr lang gedauer, bis wir an einen Ort gekommen sind, der zum Luftschnappen der geeignete war, und wenn wir an einem solchen Luftschnapport angekommen waren, hat es oft keine Parkplätze mehr gegeben, und den ganzen Weg über hat mein Vater den Rigoletto gepfiffen und zwischendurch Zigaretten geraucht, wovon mir übel geworden ist, und ich habe immer gesagt, dass er anhalten soll, manchmal hat er auch angehalten, dass ich aussteigen und mich übergeben konnte, aber er hat ja nicht überall anhalten können, aber übergeben habe ich mich trotzdem müssen, und dann war der Sonntag für mich natürlich zu Ende, aber er war auch zu Ende, wenn ich gesagt habe, es ist der Rauch und das schnelle Fahren, davon wird mir schlecht, ich habe natürlich nicht gesagt, dass mir auch von Rigoletto schlecht wird, aber schon dass ich gesagt habe, der Rauch und das schnelle Fahren, das habe ich auch nur einmal gesagt und nie wieder; aber spätestens bei der Parkplatzsuche war dann der Sonntag ohnedies endgültig zu Ende, weil meine Mutter gesagt hat, bei uns hinterm Haus gibt es auch Luft zu schnappen, reichlich, und wird haben manchmal gesagt, dass bei uns hinterm Haus jetzt die anderen Kinder Raumschiff Orion spielen, wir haben fast niemals Raumschiff Orion mit den anderen Kindern gespielt, weil wir gemeinsam Luft schnappen mussten an Orten, an denen es keine Parkplätze gab, während hinter unserem Haus nicht nur viel Parkplatz, sondern auch reichlich Luft zu schnappen gewesen ist; mein Vater ist dann erbost gewesen, weil wir keinen Familiensinn fürs Gemeinsame hatten, und meine Mutter hat dann doch einen solchen Sinn schnell bewiesen und gesagt, wie schön die Natur gerade ist, so schön ist die Natur aber nicht bei uns hinterm Haus, und ausserdem haben wir sie hinterm Haus jeden Tag, und diese haben wir nur, weil unser Vater die gute Idee gehabt hat, ausgerechnet an diesen schönen Naturfleck zu fahren und Luftschnapport; [der Satz geht noch viereinhalb Seiten weiter, mein Finger steckte auf "übergeben habe ich mich trotzdem müssen"] DARF ICH NOCHMALS VERSUCHEN OHNE DIESES BUCH IM REGAL??

Jessica (Gast) - 2. Jan, 21:16

übergeben habe ich mich trotzdem müssen

Das Buch war so unscheinbar dünn, und ich kannte es gar nicht, als ich es blind als Orakelbuch ausgewählt habe (ich kannte es auch mit offenen Augen nicht) aber damit ihrs wisst, wo man solche seitenlangen monströse Sätze finden kann:
- Birgit Vanderbeke: Das Muschelessen, 1990.
acqua - 2. Jan, 21:39

Hihi. Anscheinend besteht dieses Buch nur aus sehr wenigen Sätzen...
Natürlich, darfst du noch einen zweiten Satz ziehen. Ich bin ja nicht die Orakelpolizei.
Wobei... Auch aus diesem hier begonnenen Satz liesse sich so einiges herauslesen.
jessica (Gast) - 2. Jan, 22:13

ja schon, aber ich bin doch so optimistisch wies optimistischer nicht sein könnte, und dann ein solcher satz(anfang)... bin ich einfach nicht zufrieden damit - die grundstimmung ist mir irgendwie zu bedrohlich, zu abgeklärt und zu sehr von verpassten chancen zeugend... gut, vielleicht will mich der satz ja nur vom euphorie-pferd herunterholen und mitteilen, dass das 2009 ein jahr wie jedes andere auch sein kann. naja, noch bin ich nicht überzeugt davon :-D

((captcha: heats))
acqua - 2. Jan, 22:23

Man kann, mit etwas gutem Willen, den Satz ja auch dahingehend interpretieren, dass du einen zweiten Satz ziehen sollst. Schliesslich waren die vom Vater ausgesuchten Parkplätze auch nicht die einzigen zum Luftschnappen geeigneten.
Also los!
jessica (Gast) - 2. Jan, 23:05

2-te schohs

so, passt mir schon besser, mein zweiter parkplatz-versuch :-)

"Deinetwegen, Andri, deinetwegen"

im Andorra von Max Frisch
acqua - 2. Jan, 23:06

Etzabr! Tadellos einparkiert, würde ich sagen.
jessica (Gast) - 2. Jan, 23:15

mhm, würd' ich auch sagen ;-)
in diesem sinne: unsretwegen ein kuhles 2009.
Paulaline - 2. Jan, 22:37

Hmmm...

Meiner ist:
Einigen von denen würde ich gern die Gurgel zudrehen.

Gibt mir ein wenig zu denken. Zumal es gerade zur Grundstimmung passt. *g*

Das Buch übrigens: Ian Renkins - Das Souvenier des Mörders, was ich zwar angefangen, aber dann nicht weitergelesen hatte, was bei meinem Buchverschleiß nicht unbedingt für das Buch spricht.

acqua - 2. Jan, 22:55

:-)))

Oh jeh!
Paulaline - 2. Jan, 23:18

Solange ich es nicht wirklich tue, gehts ja noch.
acqua - 2. Jan, 23:24

Ich hoffe das beste für die betroffenen Personen.
viennacat - 4. Jan, 15:22

VC´s Buchorakel

sagt:

Zwischen ihnen lagen nur 10 JAhre, aber gleichzeitig ein Meer an Zeit und Erfahrung .......

(Anne Holt, MeaCulpa)

Tja, was soll mir das wohl sagen....neue Freundin in Sicht ? ÄlTer?Jünger ?

acqua - 4. Jan, 15:35

Sieht ganz danach aus. Älter oder jünger sind die Freundinnen ja meistens. Wie hätten Sie es denn lieber?

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