Frau acqua im Wasser
Angesteckt von all den schwimmenden Bolggern reifte in mir in den letzten Tage der Entschluss, dem hiesigen städtischen Schwimmbad wieder einmal eine Chance zu geben. Es gab nämlich durchaus Zeiten in meinem Leben, in denen ich gerne und regelmässig geschwommen bin. Aber das war an anderen Wohnorten mit komfortableren Hallenbadsituationen.
Den Wecker hatte ich auf acht Uhr gestellt. Katze sei Dank wäre das aber gar nicht nötig gewesen. Schon beim Aufwachen begann ich mich auf das Schwimmen zu freuen. Das ist zwar seltsam aber ja doch auch sehr gut. Beim Duschen entledigte ich alle badekleidrelevanten Körperpartien ihrer Haare, dann packte ich jene Utensilien zusammen, auf die ich im Schwimmbad nicht verzichten wollte.
Punkt neun Uhr kam ich dort an. Die öffnen am Wochenende nicht früher. Ich war aber trotzdem bei weitem nicht die erste. An der Kasse löste ich einen Einzeleintritt. Man will ja nicht gleich übermütig werden und Geld in ein Abonnement investieren, das man dann vielleicht doch nie mehr wieder braucht. Ausserdem kaufte ich eine neue Schwimmbrille. (Exgüse Frau frogg, aber meine alte, die ich Ihnen versprochen habe, war wegen brüchigem Bändel nicht mehr brauchbar. Bereits ab Fr. 11.- können Sie aber Ihr eigenes Exemplar erstehen.)
Beim Umziehen fiel mir das erste Badeutensil auf, welches ich gerne dabeigehabt, aber nicht eingepackt hatte: Meine Badeschlarpen. Ja nun, der Tag war noch jung und der Hallenbadboden relativ frisch geputzt, es ging auch so.
Nach der Garderobe kam ich auf der Suche nach dem Durchgang zu den Damenduschen im dazwischenliegenden gemischtgeschlechtlichen Schliesskastenbereich wohl in die Nähe eines Mannes. "Achtung Frau!" rief dessen Begleiterin ihm zu, als sie mich sah. Es dauerte einen Moment bis ich begriff, wen sie damit gemeint hatte. Offenbar zog ihr Freund sich dort zwischen den Kästchen anstatt in der Herrengarderobe um.
Beim Schwimmbecken angekommen stellte ich erfreut fest, dass nicht nur drei Bahnen für Streckenschwimmende abgetrennt waren, sondern dass davon auch noch je eine für langsame, mittlere und schnelle Schwimmer reserviert war. Diese Einteilung hat anscheinend zur Folge, dass sich die Frauen auf drei, die Männer jedoch nur auf zwei Bahnen verteilen - obwohl die langsamsten Männer in der mittleren Bahn langsamer waren als die schnellsten Frauen in der langsamen Bahn. Dass das Auswirkungen auf die Anzahl Personen pro Bahn hat, kann man sich mit einer mittelschweren Bruchrechnung vor Augen führen. Aber mir soll es recht sein! So schwamm also ich in der langsamen Bahn vor mich hin (sowie hinter bzw. vor den anderen langsamen Frauen her), stellte erfreut fest, dass ich unter den Langsamen so etwa die Zweitschnellste war, warf ab und zu einen Blick auf meine Pulsuhr und freute mich daran, dass mir das Ganze Freude machte. So sehr, dass ich nach der geplanten halben Stunde noch eine Viertelstunde anhängte. Toll!
Beim abschliessenden Duschen und Haare föhnen fehlten mir dann noch zwei weitere Badeutensilien: Ein Frotteetuch, das gross genug ist um sich ganz darin einzuwickeln, da man nach dem Duschen ja wieder durch den gemischtgeschlechtlichen Schliesskastenbereich muss, um zu den Garderoben zu gelangen sowie eine Bürste, deren Nutzen ich wohl nicht zu erklären brauche.
Abgesehen von den drei fehlenden Utensilien war mein erster Besuch im städtischen Hallenbad seit fast zehn Jahren ein Erfolg. In ein Jahresabonnement wage ich zwar noch nicht zu investieren, aber beim nächsten Mal kaufe ich ein 12er-Abonnement!
Den Wecker hatte ich auf acht Uhr gestellt. Katze sei Dank wäre das aber gar nicht nötig gewesen. Schon beim Aufwachen begann ich mich auf das Schwimmen zu freuen. Das ist zwar seltsam aber ja doch auch sehr gut. Beim Duschen entledigte ich alle badekleidrelevanten Körperpartien ihrer Haare, dann packte ich jene Utensilien zusammen, auf die ich im Schwimmbad nicht verzichten wollte.
Punkt neun Uhr kam ich dort an. Die öffnen am Wochenende nicht früher. Ich war aber trotzdem bei weitem nicht die erste. An der Kasse löste ich einen Einzeleintritt. Man will ja nicht gleich übermütig werden und Geld in ein Abonnement investieren, das man dann vielleicht doch nie mehr wieder braucht. Ausserdem kaufte ich eine neue Schwimmbrille. (Exgüse Frau frogg, aber meine alte, die ich Ihnen versprochen habe, war wegen brüchigem Bändel nicht mehr brauchbar. Bereits ab Fr. 11.- können Sie aber Ihr eigenes Exemplar erstehen.)
Beim Umziehen fiel mir das erste Badeutensil auf, welches ich gerne dabeigehabt, aber nicht eingepackt hatte: Meine Badeschlarpen. Ja nun, der Tag war noch jung und der Hallenbadboden relativ frisch geputzt, es ging auch so.
Nach der Garderobe kam ich auf der Suche nach dem Durchgang zu den Damenduschen im dazwischenliegenden gemischtgeschlechtlichen Schliesskastenbereich wohl in die Nähe eines Mannes. "Achtung Frau!" rief dessen Begleiterin ihm zu, als sie mich sah. Es dauerte einen Moment bis ich begriff, wen sie damit gemeint hatte. Offenbar zog ihr Freund sich dort zwischen den Kästchen anstatt in der Herrengarderobe um.
Beim Schwimmbecken angekommen stellte ich erfreut fest, dass nicht nur drei Bahnen für Streckenschwimmende abgetrennt waren, sondern dass davon auch noch je eine für langsame, mittlere und schnelle Schwimmer reserviert war. Diese Einteilung hat anscheinend zur Folge, dass sich die Frauen auf drei, die Männer jedoch nur auf zwei Bahnen verteilen - obwohl die langsamsten Männer in der mittleren Bahn langsamer waren als die schnellsten Frauen in der langsamen Bahn. Dass das Auswirkungen auf die Anzahl Personen pro Bahn hat, kann man sich mit einer mittelschweren Bruchrechnung vor Augen führen. Aber mir soll es recht sein! So schwamm also ich in der langsamen Bahn vor mich hin (sowie hinter bzw. vor den anderen langsamen Frauen her), stellte erfreut fest, dass ich unter den Langsamen so etwa die Zweitschnellste war, warf ab und zu einen Blick auf meine Pulsuhr und freute mich daran, dass mir das Ganze Freude machte. So sehr, dass ich nach der geplanten halben Stunde noch eine Viertelstunde anhängte. Toll!
Beim abschliessenden Duschen und Haare föhnen fehlten mir dann noch zwei weitere Badeutensilien: Ein Frotteetuch, das gross genug ist um sich ganz darin einzuwickeln, da man nach dem Duschen ja wieder durch den gemischtgeschlechtlichen Schliesskastenbereich muss, um zu den Garderoben zu gelangen sowie eine Bürste, deren Nutzen ich wohl nicht zu erklären brauche.
Abgesehen von den drei fehlenden Utensilien war mein erster Besuch im städtischen Hallenbad seit fast zehn Jahren ein Erfolg. In ein Jahresabonnement wage ich zwar noch nicht zu investieren, aber beim nächsten Mal kaufe ich ein 12er-Abonnement!
acqua - 21. Mrz, 11:04
6 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
books and more - 21. Mrz, 11:51
Bravo, geradezu modellierenswert!
acqua - 21. Mrz, 12:14
Das klingt ja schon fast wieder anstrengend.
schneck08 - 22. Mrz, 10:17
ich glaube auch, das schwierigste am schwimmengehen ist die logistik und die abstimmung der organisatorischen abläufe. hier werden wohl bereits im vorfeld wesentlich mehr kalorien verbrannt, als beim eigentlichen akt der bewegung im wasser.
diefrogg - 22. Mrz, 12:09
*Lach*!
Den Eindruck hatte ich bei der Lektüre auch. Nerven braucht es wohl auch (sagt eine, die das von acqua beschriebene Hallenbad selber von innen kennt, und zwar zu seinen überfülltesten Zeiten). Aber wenns Spass macht....!
acqua - 22. Mrz, 21:04
Ich sage ja immer, dass Sport zu kompliziert, zu anstengend und zu aufwändig ist! Ich hoffe aber, dass sich meine schwimmorganisatorischen Abläufe mit der Zeit optimieren werden. Nerven brauchte die Unternehmung erstaunlich wenige, liebe frogg. Sie war im Gegenteil eine entspannende Sache. Das hängt aber sicher mindestens teiweise mit meinen geringen Erwartungen an die hiesige Schwimmeinrichtung zusammen.




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