Aufgeschlossen
Mein Vater, der zu unser aller Erstaunen den Wunsch äussert, hier in der Stadt eine dauerhafte Übernachtungsmöglichkeit zu haben, damit er jederzeit spontan abends hier in den Ausgang gehen könnte ohne danach noch die 30 km (!) nach Hause fahren zu müssen und mir deshalb vorschlägt, ein grössere Wohung zu mieten, mit einem Zimmer, in dem ein Bett für ihn reserviert wäre. Den Aufpreis für die grössere Wohung würde er übernehmen. Und es würde ihn nicht im geringsten stören, wenn ich während seiner Anwesenheit Männerbesuch hätte, denn der würde ja nicht in seinem, sondern in meinem Zimmer schlafen.
Ich habe ihn trotzdem (und trotz noch so einigen anderen Dingen) sehr lieb.
Ich habe ihn trotzdem (und trotz noch so einigen anderen Dingen) sehr lieb.
acqua - 11. Aug, 21:15
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Sammelmappe (Gast) - 12. Aug, 16:35
Was für eine praktische Idee!
acqua - 12. Aug, 20:52
Fürs Praktische hatte mein Vater schon immer einen Sinn, mehr als für die Bedürfnisse seiner Mitmenschen; was jedoch nicht heisst, dass er es nicht gut mit ihnen meint.
steppenhund - 13. Aug, 08:27
Ich kann aus den Zeilen herauslesen, dass Sie es als eine Zumutung empfinden.
Diese Einstellung kann ich nicht ganz teilen.
1) Einer der wesentlichen Architekturpunkte in unserer derzeitigen Wohnmöglichkeit war der Platz für ein Gästezimmer.
2) Mein Vater wohnte 8 Jahre bei uns und wurde von meiner Frau gepflegt. Er hatte Parkinson.
3) Heute gibt es das Gästezimmer für die in Graz wohnenden Kinder oder für nette Freunde, die uns von wo anders her besuchen.
4) Wir haben schon ganz früh in unserer alten Wohnung Untermieter gehabt. Damals waren es Studenten. Vor zehn Jahren war es eine Klavierpädagogin, die ihre Tochter vorbereitete.
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Es geht also einmal darum, wie man sich gemeinsam mit "Fremden" wohnungsmäßig arrangieren kann.
Die Geschichte mit dem Männerbesuch halte ich nicht für ein so gravierendes Kriterium. Vermutlich wollte der Herr Papa nur einen allfälligen Privatheitsgrund ausräumen.
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Ich verstehe, dass der Anspruch auf private Sphäre so weit gehen kann, dass auch bei vorhandenem Platz Gäste prinzipiell in einem nahegelegenen Hotel untergebracht werden.
Wenn der Aufpreis für die Wohnung nicht stört, könnte der Herr Papa ja auch ein Zimmer nehmen. Preislich wird er da immer noch vergleichbar gut fahren.
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Anscheinend ist das Verhältnis zum Vater nicht ausreichend gut, damit sein Ansinnen z.B. überhaupt kein Thema wäre. Problematisch sehe ich eher das zweimalige Übersiedeln. Das könnte mich abschrecken.
Diese Einstellung kann ich nicht ganz teilen.
1) Einer der wesentlichen Architekturpunkte in unserer derzeitigen Wohnmöglichkeit war der Platz für ein Gästezimmer.
2) Mein Vater wohnte 8 Jahre bei uns und wurde von meiner Frau gepflegt. Er hatte Parkinson.
3) Heute gibt es das Gästezimmer für die in Graz wohnenden Kinder oder für nette Freunde, die uns von wo anders her besuchen.
4) Wir haben schon ganz früh in unserer alten Wohnung Untermieter gehabt. Damals waren es Studenten. Vor zehn Jahren war es eine Klavierpädagogin, die ihre Tochter vorbereitete.
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Es geht also einmal darum, wie man sich gemeinsam mit "Fremden" wohnungsmäßig arrangieren kann.
Die Geschichte mit dem Männerbesuch halte ich nicht für ein so gravierendes Kriterium. Vermutlich wollte der Herr Papa nur einen allfälligen Privatheitsgrund ausräumen.
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Ich verstehe, dass der Anspruch auf private Sphäre so weit gehen kann, dass auch bei vorhandenem Platz Gäste prinzipiell in einem nahegelegenen Hotel untergebracht werden.
Wenn der Aufpreis für die Wohnung nicht stört, könnte der Herr Papa ja auch ein Zimmer nehmen. Preislich wird er da immer noch vergleichbar gut fahren.
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Anscheinend ist das Verhältnis zum Vater nicht ausreichend gut, damit sein Ansinnen z.B. überhaupt kein Thema wäre. Problematisch sehe ich eher das zweimalige Übersiedeln. Das könnte mich abschrecken.
acqua - 13. Aug, 13:37
Sie lesen nicht ganz richtig heraus: Ich empfinde es nicht als Zumutung, über Nacht Gäste zu behrbergen. Noch weniger würde es mich derangieren, wenn ich dafür ein eigenes Zimmer zur Verfügung hätte; zur Zeit wohne ich in einer Zweizimmerwohnung. Es würde mich auch nicht stören, meine Eltern dann und wann als Übernachtungsgäste zu empfangen. Und ich würde mir auch wünschen, dass meine Eltern, sollten sie pflegebedürftig werden, entweder bei sich oder bei mir oder bei meiner Schwester zu Hause gepflegt werden könnten. Die Voraussetzung dafür wäre aber wohl, dass zumindest eine Person im Haushalt nicht dauernd einer Erwerbsarbeit nachgehen müsste.
Was ich aber nicht möchte ist, dass mein Vater in meiner Wohnung mehr oder weniger unangemeldet ein und aus gehen würde. Denn das ist es wohl, was ihm vorschwebte: mittags spontan entscheiden zu können, den Abend in der Stadt zu verbringen und nicht einmal Zahnbürste und Pyjama einpacken zu müssen. Es würde meine Privatsphäre erheblich stören, wenn ich jederzeit mit seinem Erscheinen rechnen müsste. Und nein, mit Untermietern oder WG-Partnern kann man das nicht vergleichen. Mein Vater ist mein Vater. Wir haben, wie wohl alle Väter und Töchter, eine lange und manchmal komplizierte Geschichte miteinander. Es kann sein, dass Sie als Sohn das nicht ausreichend nachvollziehen können.
Ganz abgesehen davon, rechne ich aber nicht damit, dass er mehr als einmal bei mir erscheinen würde, würden wir das von ihm vorgeschlagene Arrangement tatsächlich umsetzen. Deshalb habe ich auf seinen Vorschlag auch relativ gelassen reagiert, ihm zwar nicht zugestimmt, aber ihn immerhin erst einmal so stehen lassen.
Was ich aber nicht möchte ist, dass mein Vater in meiner Wohnung mehr oder weniger unangemeldet ein und aus gehen würde. Denn das ist es wohl, was ihm vorschwebte: mittags spontan entscheiden zu können, den Abend in der Stadt zu verbringen und nicht einmal Zahnbürste und Pyjama einpacken zu müssen. Es würde meine Privatsphäre erheblich stören, wenn ich jederzeit mit seinem Erscheinen rechnen müsste. Und nein, mit Untermietern oder WG-Partnern kann man das nicht vergleichen. Mein Vater ist mein Vater. Wir haben, wie wohl alle Väter und Töchter, eine lange und manchmal komplizierte Geschichte miteinander. Es kann sein, dass Sie als Sohn das nicht ausreichend nachvollziehen können.
Ganz abgesehen davon, rechne ich aber nicht damit, dass er mehr als einmal bei mir erscheinen würde, würden wir das von ihm vorgeschlagene Arrangement tatsächlich umsetzen. Deshalb habe ich auf seinen Vorschlag auch relativ gelassen reagiert, ihm zwar nicht zugestimmt, aber ihn immerhin erst einmal so stehen lassen.
steppenhund - 13. Aug, 14:45
Oh, mit der Antwort finde ich meine Vermutungen durchaus bestätigt;)
books and more - 15. Aug, 14:45
Ich musste sofort an Ihre Story denken!!!
Meine Mutter (samt dem Vater für eine Woche verreisend) teilt mir soeben mit, dass sie auch die Betten (d.h. das elterliche Ehebett) vorher noch frisch überziehen wird, das Haus stünde ja zu meiner Verfügung und ich könnte mir gern 'jemand einladen' und wir könnten dann ja auch 'im Bett' (d.h. im elterlichen Ehebett) schlafen.
*Books weiß nicht so recht, gelinde gesagt*
Das ist ja nun sehr gastfreundlich gedacht, aber sowas von out of .... Also jetzt wegen dem Bett, nicht wegen dem 'jemand'.
Ts!
*Books weiß nicht so recht, gelinde gesagt*
Das ist ja nun sehr gastfreundlich gedacht, aber sowas von out of .... Also jetzt wegen dem Bett, nicht wegen dem 'jemand'.
Ts!
acqua - 15. Aug, 21:39
Ts! Mütter! - Zumal Sie ja sicher ein eigenes Bett haben...
Kaum geht man auf die 40 zu, schon trauen einem die Eltern ein Sexleben zu (jetzt mal einfach so von meinen auf Ihre Eltern schliessend).
Kaum geht man auf die 40 zu, schon trauen einem die Eltern ein Sexleben zu (jetzt mal einfach so von meinen auf Ihre Eltern schliessend).




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