Frage (LXXXI)
9/11 - 9. 11. - Wo wart ihr dann?
Das fragt die Wüstenfüchsin. Und auch mich interessieren eure Antworten (dort) sehr.
Das fragt die Wüstenfüchsin. Und auch mich interessieren eure Antworten (dort) sehr.
acqua - 5. Nov, 15:08
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steppenhund - 5. Nov, 18:50
In einem Besprechungszimmer in meiner damaligen Firma. Es gab ein Gruppenmeeting. Ein externer Mitarbeiter hatte gerade den neuen Nokia Organizer (7300), mit dem man surfen konnte. Während des Meetings tippte er herum. Als wir mit der Besprechnung fertig waren, sagte er: das ist ja unglaublich, eben sind zwei Flugzeuge in Hochhäuser in New York hinengeflogen. Wir wussten nicht, ob wir es glauben konnten. Die Meldungen schienen zu unwahrscheinlich. Also gingen wir in mein Zimmer und ich sah nach, was das Internet sonst zu melden hatte.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich gesagt habe, dass niemand am nächsten Tag kommen muss, wenn er Angst habe. Sollten sich die Attentate auf weitere Städte ausdehnen, wäre das Uno-Zentrum in Wien auch ein mögliches Angriffsziel gewesen. Sollte aber jemand kommen, dann ja nicht den Fotoapparat vergessen. Von unserem Dachgeschoss hätte man herrliche Aufnahmen einer Katastrophe schießen können. Eines war uns in dem Moment klar: die Welt würde sich verändern. Dass sie sich so weit verändern würde, wie sie es tat, wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht. Manche Veränderungen (auch berufliche Einflüsse) waren gar nicht einmal so schlecht.
Wir spekulierten über die weiteren Geschehnisse.
Und ich hatte selber das Gefühl historischer Präsenz. Das hatte ich zuletzt am 20. August 1991, als Gorbatschew in seiner Datscha in Klausur gehalten wurde und Panzer gegen Leningrad rollten. Der Tag des berühmten Bildes mit Jelzin auf dem Panzer. Dieses Bild wurde andauernd im russischen Fernsehen wiederholt. Ich war in der Zentrale der Radio- und Fernsehanstalt in Leningrad. Während wir über einen Vertrag verhandelten, gab es im Büro des Direktors die Liveaufnahmen verschiedener regionaler Fernsehprogramme auf ungefähr 14 Monitoren zu sehen. Auf der Hälfte davon wiederholte sich das Bild mit Jelzin immer wieder.
Zurückkommend auf den 11.9. musste ich wenige Tage darauf nach Orlando via New York fliegen. Das Erlebnis der Kontrollen in New York hatte damals noch ein gewisses Flair an Gefahr und existenzieller Präsenz. Heute regen mich die Sicherheitskontrollen derartig auf, dass ich das Fliegen vermeide, wo immer es geht.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich gesagt habe, dass niemand am nächsten Tag kommen muss, wenn er Angst habe. Sollten sich die Attentate auf weitere Städte ausdehnen, wäre das Uno-Zentrum in Wien auch ein mögliches Angriffsziel gewesen. Sollte aber jemand kommen, dann ja nicht den Fotoapparat vergessen. Von unserem Dachgeschoss hätte man herrliche Aufnahmen einer Katastrophe schießen können. Eines war uns in dem Moment klar: die Welt würde sich verändern. Dass sie sich so weit verändern würde, wie sie es tat, wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht. Manche Veränderungen (auch berufliche Einflüsse) waren gar nicht einmal so schlecht.
Wir spekulierten über die weiteren Geschehnisse.
Und ich hatte selber das Gefühl historischer Präsenz. Das hatte ich zuletzt am 20. August 1991, als Gorbatschew in seiner Datscha in Klausur gehalten wurde und Panzer gegen Leningrad rollten. Der Tag des berühmten Bildes mit Jelzin auf dem Panzer. Dieses Bild wurde andauernd im russischen Fernsehen wiederholt. Ich war in der Zentrale der Radio- und Fernsehanstalt in Leningrad. Während wir über einen Vertrag verhandelten, gab es im Büro des Direktors die Liveaufnahmen verschiedener regionaler Fernsehprogramme auf ungefähr 14 Monitoren zu sehen. Auf der Hälfte davon wiederholte sich das Bild mit Jelzin immer wieder.
Zurückkommend auf den 11.9. musste ich wenige Tage darauf nach Orlando via New York fliegen. Das Erlebnis der Kontrollen in New York hatte damals noch ein gewisses Flair an Gefahr und existenzieller Präsenz. Heute regen mich die Sicherheitskontrollen derartig auf, dass ich das Fliegen vermeide, wo immer es geht.
acqua - 8. Nov, 20:07
It was the end of the world as we knew it. Oder zumindest eines der Enden.
steppenhund - 9. Nov, 19:06
Eines der Enden. Ganz richtig. Wenn es den dritten Weltkrieg gibt, den die Statistiker mit einer Opferanzahl von 2 Milliarden beziffern, werden wir noch ein weiteres Ende empfinden.
steppenhund - 10. Nov, 01:35
Irrtum
Ich hab erst jetzt gemerkt, dass nicht der 11.9. gemeint war sondern der 9.11.
Da weiß ich weniger. Ich war damals in Asien. Ich erinnere mich aber, gesagt zu haben, dass es jetzt 40 Jahre dauern wird, bis sich wirklich ein Normalzustand herstellen lässt.
Und wie es jetzt aussieht, liege ich noch richtig. Es gibt noch ein sehr großes Gefälle.
Aber es wird schon werden.
Da weiß ich weniger. Ich war damals in Asien. Ich erinnere mich aber, gesagt zu haben, dass es jetzt 40 Jahre dauern wird, bis sich wirklich ein Normalzustand herstellen lässt.
Und wie es jetzt aussieht, liege ich noch richtig. Es gibt noch ein sehr großes Gefälle.
Aber es wird schon werden.
acqua - 10. Nov, 21:58
Es waren beide Daten gemeint.
seenia - 10. Nov, 10:48
obwohl ich am 9.11 schon 'fast' 9 jahre alt war, kann ich mich in keinster weise an diesen tag erinnern. hingegen an den 11.9 kann ich mich sehr gut erinnern. damals war ich am arbeiten und im radio sprach sven epiney folgende worte: «jetzt isch grad es flugzüüg is worldtreitzenter gfloge. meh gitts nachem sascha mit 'i feel lonely'». meine damalige arbeitskollegin und ich schauten uns an und rannten in die andere abteilung. dort hatte es einen tv und wir sahen dann live wie das zweite flugzeug reinstürzte. später am tag war ich noch beim escher.moser und schaute mit zig anderen menschen in die vielen tv's hinein.




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