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    <title>alles fliesst : Rubrik:Tröpfchen</title>
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    <title>alles fliesst</title>
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    <title>Ketzerisch</title>
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    <description>Die eineinhalbjährige Nichte, die bei ihren Sprachversuchen viele Begriffe pars pro toto verwendet, so zum Beispiel holä sagt und damit bringen, geben oder holen meint oder alles was süss schmeckt Soggi nennt, sich im Ableger der Vegirestaurant-Ikone mit zappelnden Armen und Beinen auf das Essen freuend, das sie auf sich zukommen sieht und dabei immer wieder ihr Wort für köstliche, herzhafte Speisen rufend: Fleis, Fleis, Fleis!</description>
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    <title>Toms Rührei</title>
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    <description>&quot;Zuerst schicke ich den Papi aus der Küche. Dann lasse ich die Butter schmelzen und verteile sie in der Pfanne. Dann tue ich die Eier in die Pfanne und rühre. Und wenn ich nichts mehr sehe weil meine Brille voll Dampf ist, ist das Rührei fertig. Das ist das beste Rührei der Welt!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tom ist schon sechseinhalb. Mit Betonung auf einhalb.</description>
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    <dc:date>2008-07-01T08:49:00Z</dc:date>
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    <title>Käfer</title>
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    <description>Der sechsjährige Tom während er mit einem Stöckchen an einem Käfer herumstochert der tot in einer Ecke liegt: &quot;Los. Geh&apos; schon weg da!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich: &quot;Tom, das nützt nichts, wenn du mit dem Käfer redest. Der ist tot.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Super, Frau acqua, von Ihnen können Kinder echt etwas lernen! Zum Beispiel, dass lebende Käfer eloquente Gesprächspartner sein müssen.</description>
    <dc:creator>acqua</dc:creator>
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    <title>Aufrechte Haltung</title>
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    <description>Frauen, die wie ich ohne Brüder aufgewachsen sind, machen sich oft keinen Begriff davon, welche Prüfungen ein Bub auf seinem Weg zum gestandenen Kerl bestehen muss. Erst im Laufe unseres Lebens bekommen wir die eine oder andere Ahnung von den Schwierigkeiten der Mannwerdung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer Wanderung mit dem &lt;a href=&quot;http://acqua.twoday.net/stories/3760939/&quot;&gt;kleinen&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;http://acqua.twoday.net/stories/3782606/&quot;&gt;Tom&lt;/a&gt; war kürzlich für mich so ein Moment. Wir waren etwa seit zwei Stunden unterwegs, als er plötzlich pinkeln musste. Bis dahin war seine Mutter in solchen Situationen mit ihm ins Gebüsch oder hinter einen Baum gegangen und hatte ihn in hockender Position vor sich her gehalten. Nun aber waren die beiden der Ansicht, es sei an der Zeit, dass Tom das Pinkeln im Stehen lerne. Zu Hause auf der Toilette klappte es wohl schon, aber im Freien war das anscheinend viel schwieriger. Sie verschwanden also miteinander in einem Wäldchen, kehrten nach einer Weile jedoch unverrichteter Dinge auf den Wanderweg zurück. Tom hatte in der ungewohnten aufrechten Haltung nicht so recht loslassen können.&lt;br /&gt;
Wir marschierten noch ein wenig weiter und zehn Minuten später startete Tom einen neuen Versuch. Diesmal stelle er sich alleine vor einen Baum. Nachdem ich ihm den Tipp gegeben hatte, er solle sich vorstellen, die Wurzeln seien eine WC-Brille, wandten seine Mutter und ich uns taktvoll ab und sprachen über etwas anderes. Bald hörten wir ein kleines Rauschen und danach sahen wir einen strahlenden Bub. Das müsse er seinem Vater erzählen, meinte er stolz. Als ich ihn fragte, wie es denn nun geklappt habe sagte er, er habe beim Pinkeln einfach an etwas ganz Schönes gedacht. &quot;Woran?&quot; wollte ich indiskreterweise natürlich wissen. &quot;An ein Kästchen voller Gold&quot;, antwortete er mit schwelgerischer Stimme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte bis dahin ja keine Ahnung, welche Träume einen Sechsjährigen vorantreiben.</description>
    <dc:creator>acqua</dc:creator>
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    <dc:date>2008-06-12T19:10:00Z</dc:date>
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    <title>Zweifel?</title>
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    <description>&quot;Sag, wen hast du lieber, Lisa oder mich oder Mama oder dich?&quot; fragte mich mein Göttibub, als wir kürzlich zusammen mit meinem anderen Gottenkind (der achtmonatigen Lisa) und den Müttern der beiden im Strandbad waren.</description>
    <dc:creator>acqua</dc:creator>
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    <dc:date>2007-08-22T09:03:00Z</dc:date>
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    <title>Grosse Gewässer</title>
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    <description>&quot;Warum hast du eine Brille?&quot; fragt ein Mädchen Tom im Kindergarten.&lt;br /&gt;
&quot;Ich bin tänk kurzsichtig&quot;, bekommt es zur Antwort und ist von Toms souveräner Fachkompetenz mit der er so schwierige Wörter verwendet derart beeindruckt, dass es die Zusatzinformation &quot;Und übrigens gehe ich auch in die Meerschule&quot;, die er ungefragt dazu liefert keinen Augenblick lang hinterfragt. Sonst hätte es vielleicht erfahren, dass der Bub Meer und Se(e/h) verwechselt hat.</description>
    <dc:creator>acqua</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 acqua</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-30T11:14:00Z</dc:date>
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    <title>Wie man Fortuna beeindruckt</title>
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    <description>Chumm Gumili, chumm! Wir wussten auch nicht, warum Tom die Eidechsen ausgerechnet mit dem Namen der Katze anzulocken versuchte. Ich verbrachte das lange Auffahrtswochenende mit einer Freundin und ihrem Sohn bei einem ihrer Verwandten im Bleniotal. Seit wir ihm am Abend davor erzählt hatten, dass Eidechsen ihren Schwanz abtrennen können, wenn ein Feind sie dort erwischt, hatte der Junge es sich in den Kopf gesetzt, am nächsten so genannten Zeigitag im Kindergarten mit einem Eidechsenschwanz allen anderen die Show zu stehlen. Nun zeigte er eine bewundernswerte Ausdauer und lockte und rief und suchte schon seit Stunden im Garten seines Grossonkels nach den Viechern. Auch hatte er ihnen eine Falle gestellt, welche er minütlich kontrollierte. Er legte ihnen sogar Köder in Form von toten Fliegen aus, weil ich ihm den Tipp gegeben hatte, dass Eidechsen wohl eher auf tierische Nahrung, als auf Rufe reagieren würden. Ohne Erfolg. Zwar zeigte sich ab und zu eine Eidechse, angeblich wurde sogar eine der Fliegen von ihnen gefressen, aber natürlich war jede davon flinker als der Fünfjährige. Während ich mir Sorgen darüber machte, wie der Tag wohl enden würde, wenn Toms Bemühungen bis zu unserer Abreise am Nachmittag nicht von Erfolg gekrönt sein würden, und wir mit einem zutiefst enttäuschten Kind vier Stunden lang Zug fahren würden, fürchtete sich seine Mutter viel eher davor, mit Eidechsenschwänzen im Gepäck nach Haus zurückkehren zu müssen. Wir waren uns aber sehr sicher, dass ihre Angst praktisch ohne Grund war, meine Sorgen dafür umso mehr.&lt;br /&gt;
Womit wir nicht gerechnet hatten war das Glück, und das Ausmass, in welchem es den Tüchtigen lachen kann. Denn als wir uns eine halbe Stunde bevor unser Bus fuhr von unserem Gastgeber das kleine Häuschen zeigen liessen, in welchem er eine Ferienwohnung vermietet, fanden wir dort in einem mit Regenwasser gefüllten Behälter drei ertrunkene Eidechsen. Zu sagen, dass Tom im siebten Kindergärtlerhimmel war, ist eine krasse Untertreibung. In diesem Moment waren all seine Wünsche wahr geworden und er war nur noch glücklich.&lt;br /&gt;
Meine Freundin musste wohl oder übel in den sauren Apfel beissen, und ihn die Leichen in einem Plasticgeschirr nach Hause transportieren lassen. Er plant nun, sie dabei zu beobachten, wie sie zu Hause im Garten unter einem Busch verwesen. Seiner Mutter bleibt zu wünschen, dass er auch dabei eine Engelsgeduld an den Tag legen wird und die Toten liegen lässt, mindestens bis sie vollends zu Skeletten geworden sind.</description>
    <dc:creator>acqua</dc:creator>
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